🧬 Hyaluronsäure – Studienlage
Hyaluronsäure ist ein körpereigenes Polysaccharid, das in nahezu allen Bindegeweben vorkommt – besonders konzentriert in Gelenkflüssigkeit und Knorpel. Dort bindet es große Mengen Wasser und trägt zur Viskosität der Synovialflüssigkeit bei, die als natürliches Schmiermittel der Gelenke dient.
Die Forschung zu Hyaluronsäure bei Gelenkbeschwerden ist umfangreich. Eine Meta-Analyse von Wang et al. (2004) im Journal of Bone and Joint Surgery wertete 20 randomisierte kontrollierte Studien zur intraartikulären Injektion von Hyaluronsäure bei Kniegelenksarthrose aus. Die Ergebnisse zeigten signifikante Verbesserungen bei Schmerzreduktion und Gelenkfunktion bei gleichzeitig geringem Nebenwirkungsprofil.
Auch die orale Verabreichung wurde untersucht. Tashiro et al. (2012) führten eine doppelblinde, placebokontrollierte Studie über zwölf Monate durch. Probanden, die 200 mg Hyaluronsäure täglich einnahmen, berichteten über Verbesserungen bei Kniegelenkbeschwerden – besonders ausgeprägt in der Altersgruppe unter 70 Jahren.
Neuere Arbeiten befassen sich zudem mit der topischen Anwendung. Eine klinische Studie am Humanitas Research Hospital in Mailand (2024) untersuchte ein topisches Medizinprodukt auf Hyaluronsäure-Basis bei Patienten mit eingeschränkter Kniefunktion. Nach einer Woche Behandlung zeigten sich Verbesserungen der körperlichen Funktionswerte im WOMAC-Score sowie eine Reduktion der Schmerzwerte auf der NRS-Skala.
Ein aktuelles Review von Di Cesare et al. (2023) fasst zusammen, dass Hyaluronsäure – ob injiziert, oral eingenommen oder in Kombination mit Physiotherapie – zur Linderung von Symptomen bei Gelenkerkrankungen beitragen kann.
🛡️ Vitamin E (Tocopherolacetat) – Studienlage
Vitamin E gehört zu den lipidlöslichen Antioxidantien und wird in der Dermatologie seit Jahrzehnten topisch eingesetzt. In der Haut schützt es Zellmembranen vor oxidativem Stress durch freie Radikale – ein Faktor, der bei chronischen Entzündungsprozessen eine zentrale Rolle spielt.
Die wissenschaftliche Grundlage ist breit gefächert. Ein umfassender Review von Keen & Hassan (2016) im Indian Dermatology Online Journal fasst zusammen, dass topisch angewandtes Vitamin E entzündliche Hautreaktionen reduzieren und als antioxidativer Zellschutz wirken kann. Die Autoren betonen das günstige Sicherheitsprofil bei gleichzeitiger Wirksamkeit in kosmetischen und klinischen Anwendungen.
Besonders relevant ist die Wirkung auf Entzündungsmediatoren. Yoshida et al. (2006) wiesen im Journal of Investigative Dermatology nach, dass ein topisch angewandtes Gamma-Tocopherol-Derivat die Expression von Cyclooxygenase-2 (COX-2) hemmt – eines Schlüsselenzyms der Entzündungskaskade – und zwar unabhängig von seiner antioxidativen Funktion.
Auch Beharka et al. (2002) zeigten in Free Radical Biology and Medicine, dass Vitamin E die COX-Aktivität in Makrophagen signifikant hemmen kann. Dieser Mechanismus ist insofern bemerkenswert, als COX-Enzyme maßgeblich an der Produktion entzündungsfördernder Prostaglandine beteiligt sind.
Eine Meta-Analyse von Zhang et al. (2021) in PLOS ONE untersuchte den Zusammenhang zwischen Vitamin-E-Spiegeln und chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen. Die Analyse von 20 Fall-Kontroll-Studien zeigte durchgehend niedrigere Vitamin-E-Spiegel bei Patienten mit Erkrankungen wie Psoriasis, atopischer Dermatitis und Vitiligo.
🌿 Allantoin – Studienlage
Allantoin (5-Ureidohydantoin) ist ein natürlich vorkommender Wirkstoff, der unter anderem in Beinwell (Symphytum officinale) enthalten ist. Er wird seit über 70 Jahren in dermatologischen Formulierungen verwendet und gilt als gut verträglicher Förderer der Hauterneuerung.
Die grundlegendste Arbeit zur Wirkweise stammt von Araújo et al. (2010), veröffentlicht in Acta Cirúrgica Brasileira. In dieser Studie wurde erstmals das histologische Profil der allantoin-induzierten Wundheilung bei Ratten dokumentiert. Die Ergebnisse zeigen, dass Allantoin die Entzündungsreaktion reguliert, die Fibroblastenproliferation stimuliert und die Synthese der extrazellulären Matrix beschleunigt – Prozesse, die für die Geweberegeneration essenziell sind.
Meza Valle et al. (2020) bestätigten in BioMed Research International, dass ein allantoin-angereichertes Hydrogel die Wundheilungszeit im Tiermodell um etwa 25 % verkürzte. Die Autoren sehen in Allantoin ein vielversprechendes Biomaterial zur Förderung der Gewebeerneuerung.
Auch neuere Arbeiten stützen diese Befunde. Haki et al. (2023) zeigten im International Journal of Biological Macromolecules, dass allantoin-haltige Scaffolds die Zellviabilität und Zelladhäsion von Fibroblasten und Stammzellen verbessern – beides Indikatoren für eine unterstützende Wirkung auf Heilungsprozesse der Haut.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Allantoin wird in der Literatur konsistent als zellregenerationsfördernd und hautberuhigend beschrieben, wobei der genaue Wirkmechanismus nach wie vor Gegenstand der Forschung ist.
🐴 Pferdefett-Lipide – Studienlage
Pferdefett (Horse Oil) wird in der asiatischen Volksmedizin seit Jahrhunderten als topisches Pflegemittel eingesetzt – insbesondere bei Hautirritationen, Trockenheit und zur Unterstützung der Hautbarriere. In der westlichen Forschung hat der Wirkstoff erst in den letzten Jahren systematische Aufmerksamkeit erhalten.
Das Besondere an Pferdefett ist sein Fettsäureprofil. Laut einer Analyse des Korea Food Research Institute besteht Pferdefett zu 60–65 % aus ungesättigten Fettsäuren, darunter Ölsäure (32–38 %), Linolsäure (15–20 %) und Alpha-Linolensäure (ca. 5 %). Diese Zusammensetzung ähnelt dem menschlichen Hauttalg – was die gute Verträglichkeit und Aufnahme durch die Haut erklärt.
Jeong et al. (2019) untersuchten die Wirkung von topisch angewandtem Pferdefett auf UVB-induzierte Hautalterung bei haarlosen Mäusen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Pferdefett die Kollagensynthese unterstützen und UVB-bedingte Entzündungsreaktionen abschwächen kann.
Maeng et al. (2018) veröffentlichten in Skin Pharmacology and Physiology eine Studie zu Pferdefett-Microneedle-Patches. Die klinischen Ergebnisse zeigten eine signifikante Verbesserung der Hautfeuchtigkeit und der Barrierefunktion nach Anwendung – ein Hinweis auf die feuchtigkeitsspendenden und barrierestärkenden Eigenschaften des Wirkstoffs.
Park et al. (2020) bestätigten in Genes & Genomics, dass Pferdefett bei DNCB-induzierter atopischer Dermatitis im Mausmodell die Expression entzündungsassoziierter Gene auf Kontrollniveau zurückführen konnte. Die Autoren sehen darin Hinweise auf ein entzündungsmodulierendes Potenzial bei topischer Anwendung.
☘️ Kamillenextrakt (α-Bisabolol) – Studienlage
Alpha-Bisabolol ist ein monocyclischer Sesquiterpenalkohol und der Hauptwirkstoff der Echten Kamille (Matricaria recutita). Er zählt zu den am häufigsten eingesetzten pflanzlichen Inhaltsstoffen in der Kosmetik- und Pharmaindustrie weltweit.
Die entzündungshemmenden Eigenschaften von α-Bisabolol sind umfassend dokumentiert. Kim et al. (2011) zeigten in Food and Chemical Toxicology, dass α-Bisabolol die LPS-induzierte Produktion von Stickstoffmonoxid und Prostaglandin E₂ hemmt, indem es die Expression der Enzyme COX-2 und iNOS herunterreguliert. Der Mechanismus läuft über die Hemmung der NF-κB- und AP-1-Signalwege – beides zentrale Schaltstellen der Entzündungskaskade.
Besonders relevant für die topische Anwendung: Maurya et al. (2014) wiesen in Current Pharmaceutical Biotechnology nach, dass α-Bisabolol die Freisetzung der proinflammatorischen Zytokine TNF-α und IL-6 dosisabhängig reduziert und TPA-induzierte Hautentzündungen bei Mäusen signifikant abschwächt. Molekulare Docking-Studien bestätigten eine starke Bindungsaffinität zu den aktiven Zentren proinflammatorischer Proteine.
Ein umfassendes Review von Eddin et al. (2022) im Fachjournal Nutrients fasst die vielfältigen pharmakologischen Eigenschaften zusammen: antioxidativ, entzündungshemmend, schmerzlindernd und wundheilungsfördernd. Die Autoren betonen insbesondere die Hemmung des NLRP3-Inflammasoms über den TLR4-vermittelten NF-κB/MAPK-Signalweg als vielversprechenden Mechanismus.
Xu et al. (2020) publizierten zudem in International Immunopharmacology eine Studie, die zeigt, dass α-Bisabolol in Chondrozyten den entzündlichen Abbau der extrazellulären Matrix hemmen und im Mausmodell Arthrose-Symptome abmildern konnte – ein direkter Bezug zum Bereich der Gelenkgesundheit.
📋 Zusammenfassung & Einordnung
Die in Veluflex® enthaltenen Wirkstoffe sind einzeln in der wissenschaftlichen Literatur gut dokumentiert. Hyaluronsäure, Vitamin E, Allantoin, Pferdefett-Lipide und α-Bisabolol aus Kamillenextrakt verfügen jeweils über eine Evidenzbasis, die ihre Eigenschaften in Bezug auf Hautpflege, Feuchtigkeitserhalt, Zellschutz und Unterstützung der Geweberegeneration beschreibt.
Veluflex® kombiniert diese Wirkstoffe in einer synergistischen Formel mit einem transdermalen Trägersystem, das die Aufnahme über die Haut unterstützen soll.
Quellenverzeichnis
- Wang CT, Lin J, Chang CJ, Lin YT, Hou SM. Therapeutic effects of hyaluronic acid on osteoarthritis of the knee. A meta-analysis of randomized controlled trials. J Bone Joint Surg Am. 2004;86(3):538-545. Zur Studie auf PubMed →
- Tashiro T, Seino S, Sato T, et al. Oral administration of polymer hyaluronic acid alleviates symptoms of knee osteoarthritis: a double-blind, placebo-controlled study over a 12-month period. ScientificWorldJournal. 2012;2012:167928. Zur Studie auf PubMed →
- Masotti C, et al. An Innovative Topical Medical Device with Hyaluronic Acid and Polypeptides in Patients with Reduced Knee Function. 2024. Zur Studie auf PMC →
- Di Cesare P, et al. Clinical and Biochemical Implications of Hyaluronic Acid in Musculoskeletal Rehabilitation: A Comprehensive Review. 2023. Zur Studie auf PMC →
- Keen MA, Hassan I. Vitamin E in dermatology. Indian Dermatol Online J. 2016;7(4):311-315. Zur Studie auf PMC →
- Yoshida E, et al. Topical application of a novel, hydrophilic gamma-tocopherol derivative reduces photo-inflammation in mice skin. J Invest Dermatol. 2006;126(7):1633-40. Zur Studie auf PubMed →
- Zhang C, et al. Serum vitamin E levels and chronic inflammatory skin diseases: A systematic review and meta-analysis. PLoS ONE. 2021;16(12):e0261259. Zur Studie auf PMC →
- Araújo LU, et al. Profile of wound healing process induced by allantoin. Acta Cir Bras. 2010;25(5):460-466. Zur Studie auf PubMed →
- Meza Valle KZ, et al. Natural Film Based on Pectin and Allantoin for Wound Healing. BioMed Res Int. 2020;2020:6897497. Zur Studie auf PubMed →
- Haki M, et al. Fabrication and characterization of an antibacterial chitosan-coated allantoin-loaded skin scaffold for wound healing applications. Int J Biol Macromol. 2023;253(Pt 4):127051. Zur Studie auf PubMed →
- Jeong YH, et al. Horse Oil Mitigates Oxidative Damage to Human HaCaT Keratinocytes Caused by Ultraviolet B Irradiation. Int J Mol Sci. 2019;20(6):1490. Zur Studie auf PMC →
- Park B, et al. Restoration of the inflammatory gene expression by horse oil in DNCB-treated mice skin. Genes Genomics. 2020;42:1099-1109. Zur Studie auf PMC →
- Maeng JH, et al. Skin Barrier Restoration and Moisturization Using Horse Oil-Loaded Dissolving Microneedle Patches. Skin Pharmacol Physiol. 2018;31(3):163-171. Zur Studie auf Karger →
- Kim S, et al. Inhibitory effects of (-)-α-bisabolol on LPS-induced inflammatory response in RAW264.7 macrophages. Food Chem Toxicol. 2011;49(10):2580-2585. Zur Studie auf PubMed →
- Maurya AK, et al. α-(-)-Bisabolol reduces pro-inflammatory cytokine production and ameliorates skin inflammation. Curr Pharm Biotechnol. 2014;15(2):173-181. Zur Studie auf PubMed →
- Eddin LB, et al. Health Benefits, Pharmacological Effects, Molecular Mechanisms, and Therapeutic Potential of α-Bisabolol. Nutrients. 2022;14(7):1370. Zur Studie auf PMC →
Veluflex® ist ein topisch angewandtes Pflegeprodukt und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung.